Filmschaffende wurden eingeladen, ihre kurzen Meisterwerke zum Thema Feminismus und Gender einzusenden, in 3 Kategorien:

Fiction, Non-Fiction und die diesjährige Spezialkategorie, Geschlechterrollen und Stereotypen in der Ausbildung und am Arbeitsplatz.

Als zusätzlicher Ansporn bereicherten bekannte Gesichter der Branche die Jury und Preisgelder im Wert von € 500 wurden an die Gewinner*innenfilme überreicht.

Cut The Gap!

The Vienna Gender Equality Short Film Day

HeForShe Vienna präsentierte erstmals das Kurzfilm-Event Cut The Gap! – The Vienna Gender Equality Short Film Day! Am 10. März 2018 hatten Filmemacher*innen die Chance, ihre Kunstwerke beim Event im Top Kino zu zeigen, ihre Kreativität auszuleben und sich dabei aktiv für Geschlechtergleichberechtigung einzusetzen.

Die fünf Filme pro Kategorie wurden von einer Fachjury bewertet, die sich aus Größen der österreichischen Filmszene zusammensetzte:

Fiction: Ebba Sinzinger, Irene Heschl, Götz Raimund

Non-Fiction: Tina Leisch, Eduard Moschitz, Martin Putz

Spezialkategorie: Magdalena Miedl, Julia Pühringer, Paul Scheibelhofer 

 

Zusätzlich fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Sexismus und Gender-Problematiken in der österreichischen Filmszene statt, an der Kris Staber (arx anima), das Director Duo APESFRAMED Arash Riahi (Golden Girls Filmproductions & Filmservices) und Lena Pieber vom UN Women Nationalkomitee Österreich teilnahmen. Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Anna Koblitz (Filmwissenschaft und Gender Studies, Universität Wien).

 

Wir durften uns auch über Eröffnungsreden von Gerhard Wagner (Obmann HeForShe Vienna) und Karin Berghammer (FC Gloria) freuen. Die abschließende Preisverleihung wurde von Michael Buchinger (YouTuber, Autor) moderiert.

Die Entscheidung

Die Entscheidung wurde gefällt! Hier nun die Gewinner*innen von Cut The Gap! 2018:

FICTION

"Shala" von João Inácio

Jury Statement (Irene Heschl, Ebba Sinzinger, Götz Raimund):

"Bezogen auf die Charakterentwicklung und die filmische Qualität ist "Shala" der eindringlichste unter den gezeigten Beiträgen. Auf subtile Art und Weise zeigt "Shala" durch die Augen eines Kindes den Konflikt zwischen eigener Persönlichkeit und der Gesellschaft auf. "Shala" überzeugt durch einen präsenten und charismatischen Jungdarsteller. "Pedro" ist intelligen genug, um zu verstehen, dass er sich in einer Gesellschaft, in der starre Rollenbilder vorherrschen, verstellen muss, um ans Ziel zu kommen. Nur um schlussendlich zu verstehen, dass er sich nicht auf Dauer seiner Persönlichkeit berauben lassen kann. Er ist wie er ist. Und das ist auch gut so! "Shala" sticht insbesondere dadurch hervor, dass der Fokus auf die Kinder und deren Entwicklung gelegt wird. Schon früh werden stereotype Rollenbilder eingeimpft: "Mädchen spielen mit Puppen! Buben spielen Fußball!". Was "Shala" uns zeigt, ist, dass sich nur etwas verändern kann, wenn wir von vorgefertigten Einstellungen abweichen und Kinder ihre eigene Identität entdecken lassen."

NON-FICTION

"To What End?" von Vaishnavi Sundar

Jury Statement (Tina Leisch, Eduard Moschitz, Martin Putz):

"Der Film versammelt in 5 Minuten ein sehr breites und differenziertes Spektrum an starken Botschaften von Frauen, die sich in der feudalen indischen Gesellschaft gegen Gewalt und Unterdrückung  engagieren. Die schlichte, reduzierte Form verstärkt und verdeutlicht die Persönlichkeiten und ihre klaren, beeindruckenden Statements. Ein Film, der zu Zivilcourage, Engagement und Solidarität ermutigt

Die Jury möchte Company B  von Tess Motherway für die hohe cinematographische  Qualität der unprätentiösen und intelligenten Kameraarbeit und der sensiblen Montage lobend erwähnen."

SPEZIALKATEGORIE: Geschlechterrollen und Stereotypen in der Ausbildung und am Arbeitsplatz 

"Work" von Sam Griffith

Jury Statement (Magdalena Miedl, Julia Pühringer, Paul Scheibelhofer):

"Wir haben uns für den Film "Work" entschieden, weil er die Sujets bezahlte Arbeit vs. unbezahlte Arbeit und Care-Arbeit anschaulich macht. Der Film zeigt eine Frau, deren Lebensrealität mit dem Glücksversprechen gesellschaftlicher Normen nicht übereinstimmt. "Work" demonstriert ein Scheitern am Ideal der heteronormativen Kleinfamilie, eröffnet aber Raum für alternative Beziehungsmodelle."

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Fotocredit: Jolly Schwarz

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