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Street Harassment: Kavaliersdelikt oder Gewalttat?

Originalbeitrag vom 02.09.2014 zur Verfügung gestellt von mokant.at Der Ort ist anders, die Situation ähnlich. In Gedanken oder im Gespräch vertieft, achtet man nicht auf seine Umgebung und hinter einem ertönt plötzlich ein Pfiff, ein Ruf. „Hey Schöne, hey!“ – Manchmal folgen sogar ungewollte Berührungen und die Reaktion ist selten positiv; es ist peinlich vor den Anwesenden, es ist beschämend für einen selbst. Ob auf dem Weg zur Uni, in der U-Bahn, in der Lieblingsbar. Auf dem Weg in die Gasse zur eigenen Wohnung gellen einem Rufe hinterher: „Wie schaust denn du aus?“ Dieses Gefühl, das folgt, dieses Ziehen bleibt den ganzen restlichen Tag über im Magen und als man das Problem endlich mit V

Frauenförderung Uni Wien: A wie Ambivalenz

Originalbeitrag vom 27.10.2015 zur Verfügung gestellt von mokant.at Als die Abteilung für Gleichstellung und Diversität der Universität Wien Mitte Oktober ihr 15-jähriges Jubiläum feierte lag Freude in der Luft, aber auch Unmut. Es war eine Veranstaltung, die sich selbst mit dem Wort ‚Ambivalenz‘ prägte, bei der der Universitätsdirektor zu seiner eigenen Rede zu spät kam, bei der mit einem schiefen Lächeln auf die teilweise überwundenen Hindernisse zurückgeblickt wurde. Trotz des einen oder anderen verstimmten Moments ist niemand müde, die vielen erfolgreichen Initiativen zu betonen, die vor allem Frauen in ihrem wissenschaftlichen Leben an der Universität fördern sollen. Man muss sich nicht

GTA V: Auch nur Alltagssexismus

Originalbeitrag vom 14.04.2015 zur Verfügung gestellt von mokant.at Ein feministischer Artikel zu GTA V? Alle Alarmglocken läuten, Gamer schreien auf, manche Frauen seufzen genervt – kennt man alles schon, will doch keiner mehr lesen, ist alles nur übertriebenes Gefasel. GTA V ist einfach nur ein Spiel, lasst die Leute doch einfach ihren Spaß haben. Prinzipiell kein Problem, aber „Leute“ nimmt doch Frauen mit ein – haben Frauen da auch ihren Spaß, ganz nüchtern betrachtet? Mal sehen. Mit tatkräftiger Unterstützung eines geübten Gamers erkunden wir also die Welt. Das Spiel ist erst einige Stunden angespielt, der Gamer betont wieder und wieder, dass wir hier noch nicht allzu viel sehen, dass m

From the Everyday Life of a Student of Gender Studies - Based on Actual Conversations

Many people say: “I don’t see the problem. I’ve never felt discriminated against.” White, heterosexual, male, mid-twenties, no physical or mental disability, Christian, European. Alternatively: female, early twenties, student in engineering, does not feel constrained in her decisions as a woman and thinks discussions about women’s rights are ridiculous. I reply: “Just because you are in the absolute position of power in our society you don’t consider it worthwhile to stand up for those who face discrimination every day?” I have heard the following phrase too many times in the past few weeks: why do we still need Gender Studies? They say: “I can’t consider every single person who is part of a

Aus dem Alltag einer Gender Studies-Studentin - basierend auf wahren Gesprächen

Viele Menschen: „Ich sehe das Problem nicht! Ich habe mich noch nie diskriminiert gefühlt.“ Weiß, heterosexuell, männlich, Mitte zwanzig, körperlich und geistig uneingeschränkt, römisch-katholisch, Europäer. Alternativ: weiblich, Anfang zwanzig, Technikstudentin, fühlt sich in all ihren Entscheidungen als Frau frei und findet eine Diskussion über Frauenrechte lächerlich. Ich: „Und nur weil du dich in der absoluten Machtposition unserer Gesellschaft befindest, denkst du, es ist nicht wert, sich für Menschen einzusetzen, die tagtäglich mit Diskriminierung konfrontiert sind?“ Viel zu oft habe ich diesen Satz in den letzten Wochen schon gehört – Gender Studies, wozu brauchen wir das denn heute n

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